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Das Service Jam Team erzählt – Teil 2

Im Endspurt der Vorbereitungen stellen euch die Organisatoren des Service Jams in Wiesbaden das Event in Kurzinterviews vor. Jetzt kommen Simone und Nadine zu Wort.

Du arbeitest beim Zukunftsinstitut Workshop GmbH. Welche Rolle spielt Design Thinking und speziell Service Design im Bereich Innovations- und Trendforschung?

Simone: Eine Große! In der Zukunft geht es ja um Menschen und wenn wir Produkte oder Services anbieten wollen, die auch in den nächsten 10, 15, 20 Jahren noch gekauft werden, dann müssen wir uns mit den Nutzern und ihren Bedürfnissen beschäftigen. Service Design stellt den Nutzer in den Mittelpunkt des Entwicklungsprozesses und macht Innovationen dadurch zukunftsfähig!

Außerdem machst du gerade deinen Master in Wirtschaftspsychologie. Welche Anknüpfungspunkte siehst du zum Global Service Jam?

Simone: Die Wirtschaftspsychologie erlebt gerade einen großen Wandel. Es geht nicht mehr darum, Kunden davon zu überzeugen, Produkte zu kaufen - sondern darum, wie Menschen gut miteinander arbeiten können. Beim Global Service Jam erlebe ich immer wieder, wie völlig fremde Menschen sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam Großartiges erarbeiten. Weil sie ein gemeinsames Ziel haben und jeder involviert wird - das motiviert Menschen. Beim GSJ und in der Arbeitswelt.

Was denkst du macht den GSJ auf der ganzen Welt so erfolgreich?

Simone: Der Spirit! Hier kommen Menschen zusammen, die sich noch nicht gesehen haben und erarbeiten in kürzester Zeit Großartiges zusammen. Und dabei zu wissen, dass es auf der ganzen Welt gerade Menschen genau so wie wir machen - das gibt ein großes Wir-Gefühl. Und Wir sind auf der ganzen Welt gar nicht so unterschiedlich ;).


Liebe Nadine, welchen Beitrag bildet der Service Design für die WISAG Gebäudetechnik, bei der du als Bereichsleiterin eine verantwortliche Rolle spielst?

Nadine: Mit neuen Kreativmethoden, mehr Kundeninterviews, interdisziplinären Workshops uvm unterstützen wir nahezu jede Abteilung und Region. Mit immer neuen Projekten rund um Kundenbegeisterung, Digitalisierung und Prozessoptimierung zeigen wir unseren Kollegen viele Kundenbedürfnisse auf, die wir in Pilotprojekte überführen.

Was gab dir den Anlass den ersten Service Jam in Wiesbaden in 2016 zu organisieren?

Nadine: Ich habe Karo und Diana beim Jam 2015 in Dresden kennengelernt. 2014 war ich bereits Teilnehmerin in München. Wir waren uns schnell einig, dass es im Rhein-Main Gebiet auch unbedingt einen Jam geben sollte! Die hohe Nachfrage gibt uns ja auch Recht 🙂

Job, Familie, Engagement - da ist der Tag eng getaktet. Was gibt dir die Kraft, um dich beim GSJ zu engagieren?

Nadine: Besonders beim Jam kann man ja 48h in eine andere Welt eintauchen. Das ist anstrengend, belebt aber immer wieder meine Kreativität. Durch meine Kinder bin ich noch besser im Storytelling und Prototyping mit Lego geworden! Das eine schließt also das andere nicht aus.

 

Das Service Jam Team erzählt – Teil 1

Im Endspurt der Vorbereitungen stellen euch die Organisatoren des Service Jams in Wiesbaden das Event in Kurzinterviews vor. Den Anfang machen Karo und Yanbo.

Liebe Karo, wie war es für dich als Teilnehmerin bei deinem ersten Global Service Jam (GSJ)?

Karo: Das war 2015 in Dresden. Die Atmosphäre hat hat mich wirklich begeistert und mein Team war klasse!
Unser Ergebnis: https://bit.ly/2T842pv

Was hat dich dazu bewegt, den GSJ nach Wiesbaden zu bringen?

Karo: Once a jammer, always a jammer! Ich wollte das Jam-Feeling wieder erleben, dafür aber nicht immer so weit fahren. Alleine zu hosten war unrealistisch. Daher habe ich 2016 Diana überzeugt mitzukommen und in Dresden haben wir Nadine kennengelernt. Und 3 Jammer sind ein Team! So ging es im Folgejahr mit etwas Support von unserer „Mutti“ in Dresden los.

//SEIBERT/MEDIA hostet das Event jetzt schon zum dritten Mal in Folge, offenbar macht die Firma das gerne?

Karo: Das ist wirklich super und macht für uns vieles einfacher. Der Jam passt gut zu unserer offenen und agilen Team-Kultur. Und in die Reihe weiterer Veranstaltungen, die wir bei uns hosten.


Liebe Yanbo, du bist ja als "Junior Projektleiterin Service Design" bei der WISAG Gebäudetechnik Holding GmbH als auch selbstständig als Illustratorin unterwegs. Was können Designer beim Service Jam einbringen?
Yanbo: Beim Service Jam geht es nicht nur darum, ein Problem zu lösen. Das Problem muss erst gefunden werden! Als Designer haben wir den Vorteil, zu Beginn Ansätze selbstständig finden zu können und dann besonders schnell einen Service skizzieren und testbare Prototypen bauen zu können.

Du bewegst dich zwischen den Kulturen und koordinierst auch für uns in Wiesbaden den Partnerjam in Johannesburg. Welche Rolle spielt Internationalität und Interkulturelles beim Global Service Jam?
Yanbo: So ein Jam lebt von viel Input von verschiedenen Kulturen, Altersgruppen und Berufen. Kreativität bedeutet ja im Grunde, schon bekannte Dinge neu zusammenzusetzen. Je mehr wir kennen, desto kreativer können wir sein!

Worüber freust du dich jetzt schon am meisten auf den GSJ2019?

Yanbo: Ich freue mich sehr darauf, zu sehen, wie anders jeder Teilnehmer die gleiche Fragestellung bearbeitet. Und dass an nur einem Wochenende so viele neue Services gestaltet werden! Ich bin sehr gespannt, auf welche Ideen alle anderen kommen, woran ich nie gedacht hätte.